Die Operation ist in den meisten Fällen die zentrale Behandlungsform beim Peniskarzinom. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig – wann immer möglich – funktionserhaltend und organerhaltend zu operieren.
Je nach Tumorstadium stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung:
Laserchirurgische Resektion oder lokale Exzision bei sehr kleinen, oberflächlichen Tumoren
Eichel-Resurfacing (Glans-Resurfacing): Bei oberflächlichen Tumoren der Eichel wird die oberste Schleimhautschicht gezielt entfernt und durch ein dünnes Hauttransplantat ersetzt. Dieses Verfahren ermöglicht eine vollständige Tumorentfernung bei Erhalt von Eichel und Penisform, mit sehr guten funktionellen und kosmetischen Ergebnissen.
Partielle Penektomie (Teilentfernung des Penis) bei lokal fortgeschrittener Erkrankung
Totale Penektomie mit Harnableitung bei ausgedehnten Tumoren
Dynamische Sentinel-Lymphknotenbiopsie (DSNB) zur minimalinvasiven Abklärung eines Lymphknotenbefalls
Inguinale pelvine Lymphadenektomie bei nachgewiesenem Befall
Roboterassistierte pelvine Lymphadenektomie
Rekonstruktive und plastisch-chirurgische Eingriffe zur Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik
Alle Eingriffe erfolgen unter modernsten Bedingungen im UKSH und werden im interdisziplinären Tumorboard nachbesprochen, um die Nachsorge optimal zu gestalten.

