„Patient Empoverment“ ist der zentrale Begriff des Interreg-Projekts HERACLES. Konkret bedeutet es, dass Patienten in wichtige Entscheidungen bezüglich ihrer Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten involviert werden sollen. Dies fordert mutige, gutinformierte und selbstbestimmte Patienten. Nur so können Patienten Verantwortung übernehmen und im Idealfall über Aspekte ihrer Behandlung selber bestimmen.
HERACLES baut auf den guten Resultaten, wichtigen Erkenntnissen und der ergebnisreichen Zusammenarbeit vom Gesundheitsinnovationsprojekt PROMETHEUS auf, welches im August 2018 abgeschlossen wurde.
Es ist leider keine Selbstverständlichkeit, dass Patienten bei wichtigen Entscheidungen rund um ihre Krankheit, Behandlungsmethoden und Möglichkeiten auf eine verständliche Weise mit einbezogen werden. Dies ist auch nicht realistisch oder in der Praxis leicht umzusetzen – oder etwa doch?
Mit diesem Thema beschäftigt sich HERACLES. Das Projekt strebt eine Kulturveränderung im Gesundheitswesen an. Ganz konkret bedeutet dies, dass das Gesundheitswesen „menschlicher“ gemacht werden soll. Es soll dafür Raum geschaffen werden, dass sowohl Patienten und Angehörige als auch das Gesundheitspersonal, inklusive ihrer verschiedenen Gedanken und Gefühle, die Möglichkeit bekommen sollen einbezogen zu werden – auch in schwierigen Situationen.
Basierend auf der Theorie, dass wohlinformierte Patienten bessere Patienten sind, möchte das Projekt dazu motivieren, dass Patienten Eigenverantwortung übernehmen und Fragen stellen. Wiederum muss das Gesundheitspersonal auch darin ausgebildet werden präsent und in Augenhöhe zu kommunizieren.
In jeder Situation ist es wichtig, dass sowohl Patienten und das Gesundheitspersonal sich wohl fühlen und in ihrer Art und Kommunikation ernst genommen werden.

