Diagnostische Verfahren

PSA-Erhöhung (Ausschluss Prostatakarzinom)

MRT-Fusionsbiopsie

Die MRT-Fusionsbiopsie ist eine präzise Methode zur Feststellung oder zum Ausschluss eines Prostatakarzinoms bei Männern mit erhöhtem PSA-Wert oder weiterhin bestehendem Krebsverdacht trotz vorangegangen negativer Biopsie. Dabei werden die Ergebnisse einer Kernspintomographie (MRT) mit einer Echtzeit-Ultraschall-Untersuchung kombiniert. Dies ermöglicht es, auffällige Areale gezielt sichtbar zu machen und Proben direkt aus diesen Arealen zu entnehmen. In der Regel erfolgt die Probenentnahme über den Damm, um das risiko für Infektionen zu minimieren.

Blasen- und Harnröhrenspiegelung (starr und flexibel)

Eine Blasenspiegelung dient dazu, Erkrankungen der Harnröhre und Harnblase festzustellen, bspw. einen Blasentumor oder Blasensteine. Ein spezielles Endoskop, das Zystoskop, wird unter Verwendung eines Gleitgels vorsichtig über die Harnröhre in die Harnblase geschoben. Das Gerät hat mehrere Kanäle für Licht, Arbeitsgeräte sowie eine Spül- und Absaugvorrichtung.

Die Kamera am Ende des Schlauchs ist mit einem Monitor verbunden. Während der Untersuchung wird die Blase mit einer wässrigen Flüssigkeit aufgefüllt, damit sie gedehnt wird und die Schleimhaut gut einzusehen ist.

Harnleiter- und Nierenbeckenspiegelung (diagnostische Ureterorenoskopie)

Ein feines Endoskop wird in leichter Narkose durch die Harnröhre in die Blase, und dann weiter in den Harnleiter (lat. Ureter) bis zur Niere (lat. Ren) eingeführt. So können Erkrankungen des Harnleiters und der Niere erkannt und im besten Fall direkt behandelt werden.