Harnblasenkarzinom / Urothelkarzinom

Das Harnblasenkarzinom ist der zweithäufigste Tumor im Urogenitalsystem. Hauptrisikofaktor ist das Rauchen. Zum Zeitpunkt der Diagnose haben ca. 3/4 der Patienten ein oberflächliches, also nicht-muskelinvasives Harnblasenkarzinom, während bereits bei 1/4 der Patienten ein muskelinvasives Harnblasenkarzinom vorliegt.

Typische Symptome sind Blut im Urin ohne Schmerzen und irritative Symptome wie Harndrang oder häufiges Wasserlassen. Flankenschmerzen, Knochenschmerzen und Gewichtsverlust können auf ein fortgeschrittenes Harnblasenkarzinom hinweisen.
Wird ein Tumor durch Ultraschall und/oder eine Blasenspiegelung entdeckt, wird dieser dann im weiteren Verlauf im Rahmen einer Operation endoskopisch entfernt.

Das entfernte Tumorgewebe wird anschließend durch die Kolleg*Innen der Pathologie untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchung bestimmt alle weiteren Schritte.

Im Rahmen unserer Sprechstunde „Harnblasenkrebs“ beantworten wir Ihnen alle Fragen. Wir besprechen alle für Sie in Frage kommenden Therapieoptionen und entscheiden gemeinsam über das weitere Vorgehen. Gerne betreuen wir Sie auch im Rahmen unserer Sprechstunde auf Anraten von externen Kollegen, wenn Sie schon erste Therapieschritte hinter sich haben.
Sie können dazu beitragen, das Erstgespräch in unserer Spezialsprechstunde effektiver zu gestalten, indem Sie bereits erfolgte Bildgebungen (CD mit CT-, MRT-, Röntgenbildern) inklusive schriftlicher Befundung mitbringen. Gleiches gilt für jegliche andere Vorbefunde und –briefe. Wir haben zudem die Möglichkeit uns im Rahmen unseres wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorboards Empfehlungen anderer Kliniken unseres Universitätsklinikums einzuholen, so dass wir jederzeit in der Lage sind die beste Entscheidung für Sie treffen zu können.

Informationen für Angehörige von Krebspatienten

Unser Leistungsangebot

Diagnostik

  • Ultraschall

  • Blasenspiegelung (Zystoskopie)

  • Photodynamische Diagnostik (PDD) / Narrow Band Imaging (NBI)

  • Klassische transurethrale Resektion des Blasentumors (TUR-B)

  • Transurethrale Laser en bloc-Resektion des Blasentumors

Konservative Behandlungsverfahren

  • Mitomycin C / Bacillus Calmette-Guérin (BCG) Instillationen

  • Leitlinientreue Chemotherapien: Gemcitabine / Cisplatin, Carboplatin, Vinflunin oder speziell angepasste Schemata

  • Immunonkologische Therapien

  • Studieneinschluss mit neuen Therapieverfahren

  • Radiochemotherapie durch die Klinik für Strahlentherapie

  • Blasenerhaltende Ansätze

Operative Behandlungsverfahren

  • Klassische transurethrale Resektion des Blasentumors (TUR-B)

  • Transurethrale Laser en bloc Resektion des Blasentumors

  • Offen-chirurgisch radikale Zystektomie und diversen Harnableitungen:
    - Neoblase, Ileum-Conduit, Harnleiterhautfisteln / Uretercutaneostomien, katheterisierbare Pouches

Spezielle Expertise

  • Anwendung von Laser-basierten Verfahren

  • Behandlung von sehr kranken, multimorbiden und / oder alten Patienten, insbesondere im Rahmen einer Zystektomie

  • Anwendung neuester Chemotherapieverfahren

Terminvereinbarung

Einzelheiten zu Sprechzeiten und Terminvereinbarung erfahren Sie auf der Seite unserer Sprechstunde.

Ihre Ansprechpartner

PD Dr. med. Marie Christine Roesch, MBA

Oberärztin, Ärztliche Leitung Forschungslabor Urologie
Tel.: 0451 500-43601Fax: 43604