Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Forschung > Grundlagenforschung > Mechanisches Biofilmmanagement in der Praxis und zu Hause

Forschungschwerpunkt mechanisches Biofilmmanagement in der Praxis und zu Hause

Leiter der Forschungsgruppe Dr. S. Sälzer (PhD) und PD Dr. C. Graetz

Die Voraussetzung einer erfolgreichen Parodontitistherapie ist es, durch effektive Instrumentierung und umfassende Biofilmentfernung eine bioakzeptable Wurzeloberfläche zu erreichen. Dafür stehen manuelle und maschinelle Instrumente zur Verfügung, die sich hinsichtlich ihrer Effektivität, ihres Destruktionspotenzials, des Zeitaufwandes und in ihrer Anwendung unterscheiden. Aufgrund systemimmanenter Vor- und Nachteile kann allein die Instrumentenkombination zu einem optimalen Behandlungsergebnis führen, was in den verschiedenen Phasen der Parodontalbehandlung mit jeweils unterschiedlicher Zielsetzung beachtet werden sollte. Mit Hilfe vielfältiger Forschungen konnte unsere Arbeitsgruppe Instrumente für die antiinfektiöse Therapie untersuchen und unter Industriekooperation weiterentwickeln bzw. effizienter gestalten, sodass beispielweise ein Abtrag harter Auflagerungen auch in schwer zu erreichenden Bereichen wie den Furkationen mehrwurzeliger Zähne bei maximaler Schonung der Zahnhartsubstanz möglich wird. Die Studienergebnisse zeigen, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie in einer idealen Instrumentenkombination unter Beachtung der verschiedenen systemimmanenten Vor-/Nachteile liegt, was aber viel Erfahrung und Übung im Umgang mit den Instrumenten voraussetzt. Gerade in diesem Spannungsfeld zwischen Anwender und Instrument fokussieren wir derzeitig unseren Forschungsschwerpunkt um zukünftig noch besser die curriculare Ausbildung gestalten zu können.

Das aber nicht nur die professionelle Biofilmentfernung, sondern auch die häusliche Zahnreinigung von zentraler Bedeutung ist, steht außer Frage. Deshalb stand und steht auch hier die Interaktion von Mensch und Mundhygienehilfsmittel im Zentrum unserer Untersuchungen. Unsere Arbeitsgruppe war eine der ersten weltweit, welche mittels eines digitalen Feedbacksystems in Echtzeit dem Anwender zu Hause direkte Empfehlungen zur Verbesserung seiner individuellen Mundhygiene geben konnte. Da sich mittlerweile durch Fortentwicklung der digitalen Technik die Konnektivität beispielsweise von Zahnbürsten und Visualisierungssystemen einschließlich dem Smartphone stark verbessert hat, besteht unser derzeitiger Fokus nun in der Evaluierung der Motivation zum Nutzungsverhalten verschiedener Hilfsmittels – sowohl von den Anwendern zu Hause, als auch dem zahnärztlichen Fachpersonal in der Praxis, was diese Hilfsmittels empfiehlt.