Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) profitieren Intensivpatient:innen mit ungewöhnlichen Befunden oder unklarer Symptomatik von gebündelter Fachexpertise im Bereich seltener Erkrankungen.

Mit dem „ZSE Fast-Track“ ermöglichen die Zentren für Seltene Erkrankungen am UKSH eine kurzfristige, strukturierte interdisziplinäre Begutachtung direkt am Krankenbett – inklusive spezialisierter Diagnostik bis hin zur Genomsequenzierung.
Das Konzept wurde entwickelt und umgesetzt von Dr. Tobias Graf (Leiter der Interdisziplinären Konservativen Intensivmedizin), Ole Hudowenz (Medizinische Klinik I) sowie den ZSE-Koordinatorinnen Dr. Annekatrin Ripke (ZSE Lübeck) und Dr. Laelia Rösler (ZSE Kiel). In interdisziplinären Visiten bringen spezialisierte Fachärzt:innen aus Rheumatologie, Onkologie, Infektiologie, Pulmologie und Neurologie ihre langjährige klinische Expertise ein.
Das Verfahren wurde bislang bei sieben Patientinnen angewendet. In allen Fällen konnten neue diagnostische oder therapeutische Ansätze identifiziert werden.