Myomenukleation / Organerhaltene Operation
Operativ können einzelne oder mehrere Myome entfernt werden (Myomenukleation). Das genaue Vorgehen ist abhängig von der Lage und Größe der Myome. Sind die Myome direkt unter der Schleimhaut, also ganz dicht an oder in der Gebärmutterhöhle lokalisiert, können sie über eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) entfernt werden. Dabei wird ein sehr dünnes Instrument (Hysteroskop) welches eine Optik enthält in die Gebärmutter eingeführt, um das Innere der Gebärmutterhöhle zu betrachten. Bei dieser Methode können Myome unter Sicht gezielt und schonend entfernt werden. Üblicherweise wird dieser Eingriff als ambulante Operation in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt und die Patientinnen gehen einige Stunden nach der Operation nach Hause.
Liegen die Myome in der Wand der Gebärmutter kann die Entfernung nur von der Außenseite der Gebärmutter erfolgen. Bis auf wenige Ausnahmen werden diese Eingriffe über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) in Vollnarkose durchgeführt. Der Krankenhausaufenthalt ist je nach Anzahl, Größe und Ausdehnung der Operation zwei bis 3 Tage. In bestimmten Fällen kann dieser Eingriff auch mit weiteren Maßnahmen wie z.B. der Entfernung von Endometriose oder der Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit kombiniert werden. Diese Operation bietet sich vor allem für Patientinnen an die Kinderwunsch haben und gehört zu den technisch anspruchsvolleren Eingriffen. Daher sollten Eingriffe dieser Art an einem Zentrum mit entsprechender Erfahrung erfolgen.
In wenigen Fällen kann aufgrund der Lage, Größe oder Anzahl von Myomen auch ein Bauchschnitt erforderlich sein. Dabei erfolgt ein möglichst kleiner Bauchschnitt, ähnlich einem Kaiserschnitt und der Krankenhausaufenthalt ist dann meist drei bis fünf Tage lang. Nach drei bis maximal sechs Monaten kann wieder eine Schwangerschaft angestrebt werden. In den meisten Fällen ist eine normale Entbindung nach Myomentfernung möglich. Dies hängt von der Größe der operierten Myome und der daraus resultierenden Narbenverhältnisse ab.
Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)
Bei Frauen mit abgeschlossener Familienplanung die keinen Wunsch nach Erhalt der Gebärmutter haben, gibt es die Möglichkeit, die Gebärmutter zu entfernen. Dies kann in den meisten Fällen über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen. Häufig kann dabei der Gebärmutterhals erhalten werden (LASH – laparoskopische suprazervikale Hysterektomie). Wird auf endoskopischem Weg die komplette Gebärmutter entfernt, so spricht man von einer totalen laparoskopischen Hysterektomie – TLH. Sollte die Gebärmutter zu groß oder zu unbeweglich sein, um sie über eine Bauchspiegelung zu entfernen, wird ein kleiner Bauchschnitt durchgeführt. Auch ein Entfernen über die Scheide ist möglich. Welche Art von Operation für Sie in Frage kommt, wird im Rahmen der Untersuchung ausführlich unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche besprochen und gemeinsam mit Ihnen entschieden.
