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Abgeschlossene Projekte

EPCentCare – Effekt personenzentrierter Pflege auf die Verordnung von Antipsychotika in Pflegeheimen

EPCentCare - Effekt personenzentrierter Pflege und Versorgung auf die Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika in Pflegeheimen: eine Cluster-randomisierte, kontrollierte Studie

Beteiligte Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege
Eva-Maria Wolschon, Anne-Marei Wolter, Katharina Silies, Katrin Balzer, Sascha Köpke

Kooperationspartner
Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg (Prof. Dr. Gabriele Meyer)
Universität Witten/Herdecke (Prof. Dr. Andreas Sönnichsen)

Ziel: Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit eines in Großbritannien bereits erfolgreich getesteten Interventionsprogrammes. Mit der Implementierung des an hiesige Strukturen angepassten Programms zu einem personenzentrierten Versorgungsansatz wird eine relevante Senkung der Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika bei Pflegeheimbewohner/innen erwartet.

Methoden

  • Cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit einer Interventionsgruppe und einer Kontrollgruppe sowie begleitende Prozessevaluation (Mixed-methods Studie) und Kostenevaluation.
  • Beide Studiengruppen erhalten eine systematische Sichtung der Medikation mit Rückmeldung an den verschreibenden Arzt. In der Interventionsgruppe werden zusätzlich Pflegende in 2-Tages Workshops zu personenzentrierter Pflege und Versorgung geschult sowie im Rahmen eines kontinuierlichen Unterstützungsprogramms begleitet. Insgesamt nehmen 36 Pflegeheime aus Ost-, West- und Norddeutschland teil.
  • Als primäre Zielgröße wird der Anteil der Bewohner/-innen mit mindestens einer antipsychotischen Medikation nach 12 Monaten erhoben. Als sekundäre Endpunkte werden u. a. die Lebensqualität, neuropsychiatrische Demenz-assoziierte Symptome und Sicherheitsparameter wie Stürze, Sturz-bedingte medizinische Versorgung und mechanische freiheitsentziehende Maßnahmen erfasst.
  • Der Studienzeitraum beträgt 3 Jahre (2014-2017)

Erwartete Ergebnisse: Es wird eine deutliche Reduktion der Verschreibungshäufigkeit von Antipsychotika bei Pflegeheimbewohner/innen in der Interventionsgruppe erwartet, ohne dass es zu einem vermehrten Auftreten Demenz-assoziierte Symptome oder anderer unerwünschter Ereignisse kommt.

Studienregistrierung: clinicaltrials.gov

Studienprotokoll: implementationscience.biomedcentral.com

Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

IMPRINT – Vermeidung freiheitseinschränkender Maßnahmen in Pflegeheimen

IMPRINT - Implementierung einer komplexen Intervention zur Vermeidung von freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Alten -und Pflegeheimen

Prof. Dr. phil. Sascha Köpke
Sektion Forschung und Lehre in der Pflege
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Universität zu Lübeck

Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Dr. rer. nat. Burkhard Haastert,
Prof. Dr. med. Dr.PH. Andrea Icks,

Institut für Versorgungsforschung und Gesundheitsökonomie
Medizinische Fakultät, Heinrich-Heine-Universität

Hintergrund: Freiheitseinschränkende Maßnahmen (FEM) wie Bettgitter und Gurte werden regelhaft in deutschen Pflegeheimen angewendet, obwohl der wissenschaftliche Nachweis zu ihrer Wirksamkeit und Sicherheit fehlt. Zwischen den Heimen gibt es dabei große Unterschiede, die nicht durch einfach messbare Merkmale wie Anzahl der Pflegekräfte oder Eigenschaften der Bewohner zu erklären sind.

Aus fachlichen und ethischen Gründen gilt es freiheitseinschränkende Maßnahmen zu vermeiden. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass freiheitseinschränkende Maßnahmen nicht geeignet sind, Stürze und Verletzungen bei Bewohnern zu verhindern.

Ziel: Zielstellung der Studie die ist die Implementierung und Überprüfung der Wirksamkeit unterschiedlicher Varianten eines Leitlinien-gestützten komplexen Interventionsprogramms zur Vermeidung freiheitseinschränkender Maßnahmen in einer großen Gruppe von Pflegeheimbewohnern in vier unterschiedlichen Regionen Deutschlands (Halle (Saale), Lübeck, Witten, Hamburg und ihre Umgebungen).

Methods/Design: Die Untersuchung ist als Cluster-randomisierte kontrollierte Interventionssstudie mit zwei Interventionsgruppen (1. aktualisiertes Originalprogramm und 2. gekürztes Programm) und einer Kontrollgruppe (optimierte Standardversorgung) konzipiert. Insgesamt 120 Pflegeheime werden eingeschlossen und in eine der drei Gruppen randomisiert. Die Nachbeobachtungszeit beträgt 12 Monate. Primäre Zielgröße ist der Anteil der Bewohner mit mindestens einer freiheitseinschränkenden Maßnahme innerhalb von 12 Monaten. Die Erhebung erfolgt durch direkte Beobachtung. Sekundäre Zielgrößen sind Stürze und Sturzbedingte Verletzungen und die Lebensqualität der Pflegeheimbewohner. Begleitet wird die Untersuchung durch eine umfassende Prozessevaluation und ökonomische Analyse.

Förderung: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung