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Aktuelle Projekte

ACTIVATE – Sozio-technisches System zur Unterstützung der Kommunikation von Intensivpatienten

ACTIVATE - Sozio-technisches System zur Unterstützung der Kommunikation von Intensivpatienten – Konzeption und Implementierung einer Systemarchitektur für die adaptive Vernetzung von MTI-Komponenten, die Gestaltung Nutzergerechter dynamischer Interaktionsmuster und deren Evaluation im Feldversuch

Prof. Dr. Katrin Balzer
Sektion Forschung und Lehre in der Pflege
Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
Universität zu Lübeck

Prof. Dr.-Ing. Andreas Schrader
Institut für Telematik
Universität zu Lübeck

Prof. Dr.-Ing. Nicole Jochems
Institut für Multimediale und Interaktive Systeme
Universität zu Lübeck

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)
Campus Lübeck

CogniMed GmbH
Reinfeld

REHAVISTA GmbH
Bremen

Hintergrund: Die Intensivtherapie und -pflege ist eine wesentliche Säule der erfolgreichen Behandlung kritisch kranker Menschen, birgt jedoch hohe Belastungen für alle Beteiligten. Eine frühestmögliche kommunikative Interaktion zwischen Patienten und Pflegenden ist von besonderer Bedeutung, um Patienten effektiv bei der Wiedererlangung ihrer psychischen und physischen Funktionen zu unterstützen.

Ziel des ACTIVATE-Projekts ist die Entwicklung einer interaktiven Technologie zur Unterstützung der Kommunikation und der Orientierung der Patienten in der Aufwachphase (Weaning). Dazu werden ein speziell auf die Nutzergruppe sowie an den Nutzungskontext angepasstes Eingabegerät für die Nutzung im Bett (BIRDY), ein modulares System für die dynamische, drahtlose Vernetzung von Ein- und Ausgabegeräten in Geräteverbünden sowie eine adaptive und adaptierbare, kontextsensitive Mensch-Technik-Schnittstelle entwickelt.

Methods/Design: Mixed- Method- Design. In einem ersten Arbeitspaket wird der Nutzer- und Nutzungskontext systematisch erfasst und definiert. Hierzu werden Patienten oder direkte Angehörige und Behandelnde (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten) in Einzel- und Gruppeninterviews befragt. Aus diesen Erkenntnissen wird ein quantitativer Fragebogen konzipiert und (ehemalige) Patienten schriftlich befragt. Die Ergebnisse werden zur Konzeption des Eingabegerätes (BIRDY) genutzt. In einer Vorher- Nacher- Untersuchung wird der Einsatz des Gerätes im Feld getestet.

Förderung: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

Ambient Care – Gestaltung eines ambienten Krankenzimmers der Zukunft

Beteiligte Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege

Swantje Seismann-Petersen, Katharina Silies, Katrin Balzer, Sascha Köpke

Andere Partner

Prof. Dr. Nicole Jochems, Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS), Universität zu Lübeck

Prof. Dr. Andreas Schrader, Institut für Telematik (ITM), Universität zu Lübeck

Ziel

Gestaltung eines ambienten Krankenzimmers der Zukunft durch dynamische Bereitstellung von benutzerspezifischen, an den pflegerischen Kontext angepassten intuitiven Mensch-Technik-Schnittstellen.

Methoden

Mixed-methods Studie (systematische Literaturanalyse, quantitative und qualitative Verfahren: nicht-teilnehmende und teilnehmende Beobachtung, Interviews, Fokusgruppen, iterative Workshops, Befragungen).

Erwartete Ergebnisse

Das „Internet der Dinge (Internet of Things / IoT)“ bietet auch und gerade im Bereich der Patientenversorgung im Krankenhaus Möglichkeiten der professionellen Unterstützung in den vielen Bereichen. Im Vordergrund stehen hier z.B.  Kommunikation, Dokumentation und Information und damit verbunden Qualitätssicherung und -entwicklung in der pflegerischen Versorgung. Es wird erwartet, dass durch eine gezielte Bereitstellung von Mensch-Technik-Schnittstellen und der Einbindung von IoT-Geräten im pflegerischen Kontext, unnötige Prozesse vermieden bzw. optimiert werden können. Außerdem kann die Informationsbereitstellung verbessert werden, Pflegende körperlich und psychisch entlastet werden und pflegerische Versorgungsprozesse sowohl für Pflegende als auch für Patienten optimiert werden.

Förderer

Cisco

Cochrane Review Antipsychotika – Update eines Cochrane Reviews zur Antipsychotikatherapie bei Menschen mit Alzheimer-Demenz

Atypical antipsychotics for aggression and psychosis in Alzheimer’s disease: Update eines Cochrane Reviews

Beteiligte Sektion Forschung und Lehre in der Pflege:
Denise Wilfling, Eva Wolschon, Sascha Köpke

Andere Partner:
Hendrika Luijendijk, Universität Groningen (NL)
Jenny McCleery, Cochrane Dementia Group, Oxford (UK)

Ziel: Aktualisierung eines Cochrane Reviews zur Wirksamkeit atypischer Antipsychotika bei Menschen mit Demenz und herausforderndem Verhalten.

Methoden: Erstellung eines systematischen Reviews inklusive Meta-Analysen nach Cochrane Methoden.

Erwartete Ergebnisse: Die Aktualisierung des zuletzt 2006 publizierten Cochrane Reviews wird die Evidenz zu einer der wichtigsten Fragestellung medikamentöser Behandlungen von Menschen mit Demenz zusammenfassen. Es wird erwartet, dass auch nach Einbezug neuerer Studien gezeigt wird, dass atypische Antipsychotika nur ein sehr begrenztes Einsatzspektrum in der Behandlung herausfordernden Verhaltens bei Menschen mit Demenz haben. Die Aktualisierung hat somit eine besondere Bedeutung für Entscheidungsprozesse zum Management von herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Demenz.

Förderer: Cochrane Review Support Programme (3.000 GBP)

DISH - Digital & Innovation Skills Helix in Health

Beteiligte Sektion:

Katrin Balzer, Adrienne Henkel

Partners:

  • University Hospital Schleswig-Holstein (UKSH) – Germany
  • Southern Jutland Hospital (SHS) – Denmark
  • South Denmark European Office (SDEO) – Denmark
  • University College Lillebaelt (UCL) – Denmark
  • Western Norway University of Applied Sciences (HVL) – Norway
  • Welfare Tech – Denmark
  • Norwegian Smart Care Cluster (NSCC) – Norway
  • Vaksdal Municipality – Norway
  • The Health Department Valencia-La Fe (IISLAFE) – Spain
  • Polytechnic University of Valencia (UPV) – Spain
  • Polibienestar Research Institute – Spain
  • European Health Management Association (EHMA) – Belgium
  • European Connected Health Alliance (ECHAlliance) – Ireland
  • NHS Liverpool Clinical Commissioning Group (CCG) – United Kingdom
  • Edge Hill University (EHU) – United Kingdom
  • E-Health Cluster LTD – United Kingdom
  • LifeScience Cluster from Krakow - Poland
  • University of Lübeck (UzL) – Germany
  • BioCon Valley GMBH (BCV) – Germany

Background:
The DISH project looks into the present and future (digital) skills needs, in order to succeed with the necessary digitalisation in the sector, and will on that basis develop, test and present different concepts, which will provide health care staff with innovation readiness and digital skills, enabling them to better see the opportunities in how and where to apply eHealth solutions.

Aim:
The project aims to provide real-life solutions to everyday situations; thus the trainings will be presented as a “on the job training concept”, where simulation in a secure and less stressful environment is an important aspect. In each country a minimum of 100 health care staff will be involved in the learning innovation unit and receive training in the testing phase in order to test usability. Each participant will receive a certificate of participation with an assessment and acknowledgement of the skills and competences that they have obtained.

Method:
A mixed method design is chosen to approach the following objects: (1) To develop a concept for a "learning innovation unit" based on a triple helix partnership to ensure better development and deployment of e-Health solutions, (2) To develop of an  on-the-job training approach to improve e-health skills for health sector workers, and (3) To test the approaches in all participating partner countries with n=100 health professionals.

Funding: Erasmus +

Interprof ACT – Strategien zur Verbesserung ärztlich-pflegerischer Zusammenarbeit im Pflegeheim

Interprof ACT – Effekte von Strategien zur Verbesserung ärztlich-pflegerischer Zusammenarbeit auf Krankenhausaufnahmen von Pflegeheimbewohner/innen

Beteiligte SFLP

Anja Behncke, Anne-Marei Jarchow, Linda Gärtner, Katrin Balzer, Sascha Köpke

Kooperationspartner

Universitätsmedizin Göttingen
Prof. Eva Hummers-Pradier

Georg-August-Universität Göttingen
Prof. Indre Maurer/Prof. Tim Friede

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Prof. Martin Scherer

Ziel

Im Rahmen der multizentrischen Studie soll geprüft werden, ob durch das Einführen verschiedener Maßnahmen die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen/Hausärzten und Pflegenden in Pflegeheimen und dadurch die Versorgung von Bewohnerinnen/Bewohner verbessert werden kann.

Methoden

  • Cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit einer Interventionsgruppe und einer Kontrollgruppe (Standardversorgung)
  • Begleitende Prozessevaluation (Mixed Methods-Studie) sowie gesundheits-ökonomische Evaluation.
  • Rekrutierung von 34 Pflegeheimen in Hamburg, Göttingen und Lübeck.
  • Als primärer Endpunkt wird der Anteil der Bewohnerinnen/Bewohner mit mindestens einer stationären Krankenhausaufnahme innerhalb von 12 Monaten erhoben. Als sekundäre Endpunkte werden u.a. Lebensqualität und adverse Ereignisse erhoben.
  • Die Prozessevaluation, die federführend von der SFLP geplant und durchgeführt wird, untersucht die Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen zur Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit und deren Interaktion mit den Rahmenbedingungen der Versorgung. Hierfür werden quantitative und qualitative Daten aus verschiedenen Perspektiven erhoben. Der quantitative Teil umfasst u.a. standardisierte Befragungen beteiligter Hausärztinnen/Hausärzten, Pflegender und Bewohnerinnen/Bewohner. Der qualitative Teil wird neben der SFLP von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen verantwortet und beinhaltet nicht-teilnehmende Beobachtungen und Interviews.
  • Der Studienzeitraum beträgt 3 Jahre (2017-2020)

Erwartete Ergebnisse

  • Es wird eine verbesserte Kooperation zwischen Ärztinnen/Ärzten und Pflegenden erwartet und in der Folge eine Optimierung der Versorgung der Bewohnerinnen/Bewohner, z.B. durch die Vermeidung unnötiger Krankenhauseinweisungen.

Studienregistrierung

Folgt.

Studienprotokoll

Folgt.

Förderer

Innovationsfond

Patients’ experience of risk communication after acute myocardial infarction: A meta-synthesis of qualitative studies

Involved members of the nursing research group: Dr Stefanie Mentrup, Prof Sascha Köpke

Collaboration:

  • Prof Felicity Astin, University of Huddersfield (UK)
  • Dr Timothy Gomersall, University of Huddersfield (UK)
  • Dr Emma Harris, University of Huddersfield (UK)

Aim: To synthesize findings of qualitative studies about patients’ individual experiences of risk communication on secondary prevention after myocardial infarction

Methods: Systematic review and meta-ethnography of qualitative studies

Expected results: It is the first systematic review of qualitative research findings about the experience of risk communication in patients with established coronary heart disease and a history of acute myocardial infarction. The timing, content and format of risk communication varied across all 40 included studies. Patients prefer individualized information about their personal risk. The delivery of information should be delivered in a common language and empathic way. Communication about the individual risk of disease progression and further cardiac events can have an essential effect on the self-management of the coronary heart disease and can lead to several emotions.

Grants: Stefanie Mentrup received the Post-Doctoral Mentorship Award from the Council/Association on Cardiovascular Nursing and Allied Professions of the European Society of Cardiology for a short-term visit and exchange at the University of Huddersfield (2.000 Euro)
https://www.escardio.org/Research/Research-Funding/Post-doctoral-mentorship-award

 

 

MoNoPol-Sleep: Multi-modale, nicht-pharmakologische Interventionen bei Schlafproblemen von Pflegeheimbewohner/innen mit Demenz

MoNoPol-Sleep: Multi-modale, nicht-pharmakologische Interventionen bei Schlafproblemen von Pflegeheimbewohner/innen mit Demenz: eine cluster-randomisierte explorative Studie

Beteiligte in der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege

  • Prof. Dr. Sascha Köpke
  • Daniela Eggers
  • Denise Wilfling

Kooperationspartner

  • Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    Prof. Dr. Gabriele Meyer
  • Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Witten
    Prof. Dr. Margareta Halek

Ziel

Reduktion von Schlafstörungen bei Menschen mit Demenz in stationären Pflegeheimen durch die Entwicklung und Pilotierung einer komplexen Intervention.

Hintergrund

Menschen mit Demenz leiden häufig an Schlafproblemen, die eine Reihe von weiteren Problemen zur Folge haben. Der derzeitige Forschungsstand zeigt, dass medikamentöse Maßnahmen nicht als Therapie der ersten Wahl empfohlen werden können. Basierend auf einem eigenen Cochrane Review zu nicht-pharmakologischen Therapien wird deutlich, dass solche Maßnahmen prinzipiell wirksam sein können. Es gibt jedoch derzeit keine „Gold-Standard“-Intervention zur Reduktion von Schlafproblemen bei Menschen mit Demenz. Die vorhandenen, meist komplexen Interventionen sind geprägt durch eine starke Heterogenität sowie unzureichendes Wissen über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Implementierung.

Methoden

Zur Pilotierung der Intervention ist in der Hauptphase des Projektes eine cluster-randomisierte Studie mit einer Dauer von 12 Monaten in 3 Studienzentren geplant. Dazu werden jeweils 12 Pflegeheime der Interventions- und der Kontrollgruppe zugeteilt (jeweils mit etwa 20 Bewohner*innen; n=480). Zusätzlich wird eine umfangreiche Prozessevaluation durchgeführt.

Laufzeit

01.10.2018 – 31.03.2021

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderkennzeichen 01GL1802A-C

MS Leitlinie – Leitlinie zur Palliativpflege für Menschen mit fortgeschrittener Multipler Sklerose

Leitlinie der European Academy of Neurology (EAN) zu Palliativpflege für Menschen mit fortgeschrittener Multiple Sklerose(MS)

Beteiligte aus der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege: Sascha Köpke

Weitere Partner: Kliniker und Experten aus ganz Europa, inklusive Patient/innenvertreter/innen

Hintergrund: Die optimale Versorgung von Menschen mit fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS) wird erschwert durch eine fehlende allgemeingültige Definition von fortgeschrittener MS. Zudem fehlen eine Praxisleitlinien, die die Entscheidungsfindung in der Praxis unterstützen könnte.

Diese Situation einer fragmentierten und qualitativ heterogenen Versorgung von Menschen mit fortgeschrittener MS führt zu einer Ungleichheit im Zugang zur bestmöglichen Versorgung. Es gibt große Unterschiede in der Verfügbarkeit und Anwendung von Palliativ-medizinischer und –pflegerischer Versorgung für Menschen mit fortgeschrittener MS innerhalb Europas.

Ziel: Die Entwicklung einer Praxisleitlinie für die Palliativ-medizinische und –pflegerische Versorgung für Menschen mit fortgeschrittener MS unter Anwendung eines rigorosen Forschungsdesigns, mit dem Schwerpunkt auf patientenrelevante Outcomes, die für Pflegende und Gesundheitsdienstleister nutzbar sind.

Methoden: Die Entwicklung der Leitlinie orientiert sich an den Richtlinien GRADE-Arbeitsgruppe und folgt den Empfehlungen für die Vorbereitung von Leitlinien für das Management neurologischer Erkrankungen der European Academy of Neurology (EAN) Task Force, 2015.

Dauer: 7/2017 bis 12/2018

Förderung: Italienische MS Gesellschaft

 

 

PEKo – Prävention von Gewalt in der Pflege in der stationären Langzeitpflege

Partizipative Entwicklung von Konzepten zur Prävention von Gewalt in der Pflege in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen

Beteiligte Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege

  • Sascha Köpke
  • Anna Dammermann
  • Marco Sander
  • Ramona Wilfling
  • Adele Stojanov

Kooperationspartner

  • Hochschule Fulda (Prof. Dr. Beate Blättner)
  • Martin- Luther- Universität Halle-Wittenberg

Das Gewaltpräventionsprojekt PEKo verfolgt einen partizipativen Ansatz zur Vermeidung von Gewaltereignissen in der stationären Altenpflege im Rahmen des Leitfadens „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen des GKV Spitzenverbandes. Durch das gemeinsame Projekt sollen einrichtungsspezifische Interventionen und Maßnahmen entwickelt werden, um diese Form der Prävention möglichst nachhaltig in einen konzeptionellen Rahmen zu überführen und zu verstetigen.

Studiendauer: 2 Jahre (04/2018 - 03/2020)

Teilnehmer: 40 Einrichtungen der stationären Altenpflege in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein.

Ziel: Das Projektziel soll über eine komplexe Intervention erreicht werden. Die Ausgestaltung der Interventionskomponenten beruht dabei, neben Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse, auf den Ergebnissen gemeinsamer regelmäßig stattfindender multiprofessioneller Zielführungsworkshops.

Intervention: Im Sinne des partizipativen Ansatzes werden innerhalb der teilnehmenden Einrichtungen Multiplikatoren festgelegt. Zusätzlich werden interprofessionelle und einrichtungsübergreifende „PEKo-Teams“ gebildet. Der Fokus liegt auf einem Austausch zu Gewaltereignissen und Strategien zu deren Vermeidung

Evaluation: Erhebung der Gewaltereignisse zu Beginn, sowie nach 6 und 12 Monaten. Begleitende Prozessevaluation mit qualitativen und quantitativen Methoden („mixed methods“).

Erwartete Ergebnisse: Durch edukative Interventionen sowie partizipativ entwickelte Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt in der Pflege, werden präventive Strukturen geschaffen und die Sensibilität der Pflegenden erhöht. Dies führt zu einer nachhaltigen Senkung von Gewaltereignissen im Umgang von Pflegenden und Pflegebedürftigen.

Förderer: Techniker Krankenkasse

Weitere Informationen:  www.peko-gegen-gewalt.de

Power@MS – Interaktive Webplattform zum EmPOWERment bei Multipler Sklerose

Interaktive Webplattform zum EmPOWERment bei Multipler Sklerose

Hintergrund: Menschen mit Multipler Sklerose (MS) stehen vielen Herausforderungen gegenüber. Betroffene bedürfen einer intensiven, hochindividuellen, zeitlich adäquaten Beratung und Entscheidungsunterstützung gemeinsam mit dem Arzt, die im Leistungskatalog der Versorgung nicht abgebildet ist. Therapieentscheidungen werden häufig basierend auf Informationsmaterial der pharmazeutischen Industrie in kurzen und der verunsichernden Situation nach der Diagnose nicht entsprechenden Gesprächen getroffen. Betroffene haben aber einen hohen Bedarf an Informationen bzgl. der Erkrankung, insbesondere auch zu Lebensstilmaßnahmen und komplementären Therapien. Um Informationen einzuholen, nutzen MS-Patienten im hohen Maß das Internet. Dabei verstärken unterschiedliche und sich widersprechende Informationen ggf. bestehende Ungewissheiten.

Ziele: Die Entwicklung einer digitalen Plattform, die Menschen mit MS im Umgang mit der Erkrankung unterstützt. Langfristig die Integration digitaler Programme in den Leistungskatalog der GKV.

Methoden: Multiphase-Mixed-Methods-Studie. POWER@MS besteht aus zwei komplementären, klinischen Studien (POWER@MS 1 und 2), die parallel durchgeführt werden.

In POWER@MS 1 nehmen Erstbetroffene an dem Programm „Optimune“ über ein Jahr teil. „Optimune“ bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine umfassende Begleitung in der Orientierung nach der Diagnose MS an. Dazu gehören eine Immuntherapieentscheidung nach dem Konzept der partizipativen Entscheidungsfindung, die Unterstützung bei der Bewältigung der Erkrankung sowie Lebensstilaspekte.

In POWER@MS 2 wird mit einem individualisierten interaktiven Online-Schulungsprogramm ein selbstbestimmtes Schubmanagement gefördert. Das Programm beinhaltet eine Evidenz-basierte Patienteninformation sowie moderierte Chats, durch die Elemente des Peer-Counselings integriert werden. Das Ziel der Intervention ist ein selbstbestimmter und informierter Umgang mit Kortisontherapien.

Förderung: Innovationsfonds

Dauer: 7/2018 - 12/2021

 

Schlafprobleme bei Pflegeheimbewohner/innen mit Demenz

Prävalenz, Herausforderungen und nicht‐pharmakologische Maßnahmen

Beteiligte SFLP: Denise Wilfling, Sascha Köpke

Ziel:

  1. Zusammenfassung der Evidenz zur Effektivität von nicht‐pharmakologischen Maßnahmen zur Vermeidung von Schlafproblemen bei Menschen mit Demenz
  2. Erfassung der Prävalenz von Schlafproblemen bei Pflegeheimbewohner*innen mit Demenz
  3. Beschreibung von Herausforderungen in der Pflege und Versorgung von Menschen mit Demenz und Schlafproblemen in Pflegeheimen

Methoden:

  1. Erstellung eines Cochrane Review
  2. Befragung von Pflegenden zur Prävalenz von Schlafproblemen bei Menschen mit Demenz anhand des Sleep Disorder Inventory (SDI)
  3. Befragung von Pflegenden zu Herausforderungen in der Versorgung Pflegeheimbewohner*innen mit Schlafproblemen anhand des SDI

Erwartete Ergebnisse: Es wird erwartet, dass es sich bei den identifizierten Maßnahmen um komplexe Interventionen handelt, die eine genaue Beschreibung und Zusammenfassung der einzelnen Interventionskomponenten unter der Verwendung von Leitlinien (TIDieR, CReDECI 2‐ Kriterien) notwendig macht. Außerdem wird eine Prävalenz von ca. 30% Bewohner*innen mit Schlafproblemen und eine resultierende ausgeprägte Belastung bei Pflegenden erwartet.

SkinCare - Verbesserung der Hautgesundheit und Sicherheit in der Altenpflege: eine Cluster-randomisierte pragmatische Studie mit älteren Pflegeheimbewohnern

SKINCARE – Verbesserung der Hautgesundheit und Sicherheit in der Altenpflege: eine Cluster-randomisierte pragmatische Studie mit älteren Pflegeheimbewohnern

Beteiligte Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege

  • Prof. Dr. rer. cur. Katrin Balzer
  • Janna Sill, M.Sc.

Kooperationspartner
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Clinical Research Center for Hair and Skin Science, Charité – Universitätsmedizin Berlin

  • Priv.-Doz. Dr. rer. cur. Jan Kottner (Projektleitung)
  • Dr. rer. cur. Elisabeth Hahnel
  • Monira El Genedy, M. Sc.

Projektbeschreibung der Hauptstudie:
https://crc.charite.de/forschung/klinische_forschungseinheit/projekte/

Hintergrund: Ältere und pflegebedürftige Menschen sind von einer Vielzahl von Hautproblemen betroffen, wie Hauttrockenheit und Juckreiz, Dekubitus, Hautabschürfungen und Entzündungen durch Inkontinenz. Haut- und Körperpflege nimmt einen hohen Stellenwert in der täglichen pflegerischen Versorgung von Pflegeheimbewohnern ein. Es gibt zwar spezielle Standards und Leitlinien zur Vorbeugung und Behandlung spezieller Hautprobleme, jedoch gibt es keine allgemein anerkannten Handlungsempfehlungen zur Hautpflege für die institutionelle Langzeitpflege. Dabei haben die genannten Hautprobleme älterer Menschen größtenteils die gleichen Ursachen und können somit auch durch gleiche Hautpflegemaßnahmen vermieden werden. Die Idee dieses Projekts ist es, in stationären Pflegeeinrichtungen einen evidenzbasierten Hautpflegeleitfaden zur Stärkung der Hautgesundheit älterer Menschen und zur Vermeidung häufig vorkommender Hautprobleme einzuführen und zu evaluieren.

Ziel: Übergeordnetes Ziel von SKINCARE ist es, die Auswirkungen des evidenzbasierten Hautpflegeleitfadens auf die Integrität der Haut bei älteren Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern und bewohnerrelevante Zielgrößen wie z. B. Lebensqualität zu untersuchen. Ein Teilziel ist darüber hinaus die Erfassung möglicher Veränderungen in den pflegerischen Entscheidungs- und Handlungsprozessen rund um die Unterstützung bei der Haut- und Körperpflege (Prozessevaluation).

Methoden: Cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit komplexer Intervention und begleitender Prozessevaluation in 20 Berliner Pflegeheimen, wobei in der einen Hälfte der Pflegeeinrichtungen der evidenzbasierte Hautpflegeleitfaden eingeführt wird (Interventionsgruppe), in der anderen Hälfte (Kontrollgruppe) nicht. Zum Ende der Studie soll verglichen werden, ob es zwischen den beiden Studiengruppen Unterschiede in der Hautgesundheit gibt. Die Prozessevaluation, die federführend von der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege an der Universität zu Lübeck geplant und durchgeführt wird, soll übergreifend Aufschluss über die Machbarkeit des Hautpflegeleitfadens sowie über die Einflüsse relevanter Kontextfaktoren (z. B. das Wissen und die Einstellungen der Pflegenden) und mögliche Interaktionen mit intermediären Zielgrößen (z. B. Veränderungen im Entscheiden und Handeln der Pflegenden) geben. Hierfür werden verschiedene qualitative und quantitative Methoden angewandt (nicht-teilnehmende Beobachtungen, Einzelinterviews, Fokusgruppen, standardisierte Befragungen) (Mixed Methods-Design). In einer Pilotstudie (SKINCARE-Pilot) in drei Pflegeheimen in Lübeck werden die entsprechenden Prozessevaluationsmethoden vorab entwickelt und getestet.

Erwartete Ergebnisse:
Es wird eine Verbesserung des Hautzustandes und eine Reduktion der Inzidenz der häufigsten pflegerelevanten Hautprobleme bei älteren pflegebedürftigen Menschen erwartet.

Dauer: 10/2018 bis 9/2021

Förderung: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

 

 

STADPLAN – Studie zu Advance Care Planning für ältere pflegebedürftige Menschen zuhause

Advance Care Planning bei pflegebedürftigen und in der eigenen häuslichen Umgebung lebenden älteren Menschen in Deutschland: eine cluster-randomisierte Studie

Beteiligte Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege:
Katharina Silies, Sascha Köpke

Weitere Beteiligte:

  • Prof. Dr. Falk Hoffmann, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Prof. Dr. Gabriele Meyer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Juliane Köberlein-Neu, Universität Wuppertal
  • Dr. rer. Nat. Burkhard Haastert, mediStatistica, Neuenrade

Hintergrund: Selbstbestimmte Entscheidungen zu Therapien oder lebensverlängernden Maßnahmen sind von immer größerer Bedeutung im Kontext der heutigen medizinischen Möglichkeiten. In Situationen der Entscheidungsunfähigkeit hilft dabei der schriftlich fixierte Patientenwille. Um diesen berücksichtigen zu können, wurde das Konzept der vorausschauenden Versorgungsplanung (Advance Care Planning – ACP) entwickelt. Ziel ist dabei die informierte Entscheidungsfindung sowie die Verankerung des ACP-Prozesses in das Gesundheitswesen. In den bisher durchgeführten internationalen Studien lag der Fokus vor allem auf Patienten/innen in der Endphase ihres Lebens in Krankenhäusern oder Pflegeheimen. ACP beginnt jedoch schon in früheren Lebensphasen.

Ziel: Entwicklung und Evaluation eines für den deutschen Versorgungskontext der ambulanten Pflege adaptierten ACP-Programms.

Methoden: Im Rahmen des 3-jährigen Projekts, wird eine cluster-randomisierte kontrollierte Studie mit einer Dauer von 12 Monaten in drei Studienzentren durchgeführt. Dabei werden jeweils 16 Pflegedienste die Interventions- und Kontrollgruppe bilden (jeweils mit 30 Teilnehmer/innen; insgesamt ca. 960 Teilnehmer/innen). Primärer Endpunkt ist die Aktivierung der Patienten/innen im Hinblick auf ihre Versorgungsplanung. Weitere Endpunkte sind der Anteil der Teilnehmer/innen mit Vorausverfügungen, Krankenhauseinweisungen, Lebensqualität, psychischer Belastung. Zusätzlich wird im Verlauf der Studie eine umfangreiche Evaluation der Prozesse sowie der gesundheitsökonomischen Aspekte durchgeführt.

Laufzeit: 1.8.2017 – 31.7.2020

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung