Forschung

Die Radiologie ist eine innovative Fachrichtung der Medizin, die sich insbesondere durch den technischen Fortschritt extrem schnell entwickelt. Durch die enge Kooperation der Radiologie mit den Instituten der MINT Sektion, dem UKSH und Partnern aus der Wirtschaft bietet der Standort Lübeck exzellente Voraussetzungen um Innovationen in den Bereichen Bildgebung, Bildverarbeitung und Informatik voranzubringen und in der Klinik zu etablieren. Unsere Forschungsaktivitäten haben wir in 4 Schwerpunkte unterteilt. Alle Bereiche werden von etablierten Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen geleitet, die sowohl die Studierenden und Doktoranten als auch unseren wissenschaftlichen Mitarbeitern engagiert bei Ihren Projekten anleiten und unterstützen.

Arbeitsgruppen

AG Medizintechnik / Magnetic Particle Imaging

Die Arbeitsgruppe „Medizintechnik‘ beschäftigt sich mit der Entwicklung, Evaluation und Optimierung medizintechnischer Innovationen in der Radiologie. Ein zentrales Forschungsthema der AG ist die präklinische Anwendung eines völlig neuen Bildgebungsverfahrens (Magnetic Particle Imaging, MPI), das ultraschnell 3D Datensätze mit Hilfe von starken Magnetfeldern aufnehmen kann. Der Hauptfokus liegt dabei auf der Anwendung von MPI in der kardiovaskulären Bildgebung sowie zur Steuerung endovaskulärer Interventionen. Die Arbeiten werden gemeinsam mit Wissenschaftlern des Instituts für Medizintechnik (IMT) im neuen präklinischen Bildgebungslabor (Small Animal Imaging Lübeck, SAIL) durchgeführt. Darüber hinaus gibt es weitere gemeinsame Projekte in den Bereichen Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Nuklearbildgebung. Neben dem IMT sind die Fraunhofer Einrichtung für Individualisierte und Zellbasierte Medizintechnik (IMTE) in Lübeck und das Institut für Robotik wichtige Kooperationspartner.

Kontakt

PD Dr. med. habil. Franz Wegner

Oberarzt, Facharzt für Radiologie, European Diploma in Radiology (EDiR)

AG Digitalisierung / Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz (KI) ist einer der Forschungsschwerpunkte der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin. Die Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz bearbeitet mit einem interdisziplinären Team verschiedene Projekte um mittels KI die klinische Arbeit und die medizinische Qualität der Patientenversorgung zu verbessern.

Hierzu ist die Arbeitsgruppe eng in die Forschungsinfrastruktur der Universität zu Lübeck eingebunden. Es bestehen verschiedene, teils geförderte, Kooperationen mit ortsansässigen Instituten der Universität (u.a. Institut für medizinische Informatik, Institut für Neuro- und Bioinformatik), überregionalen Forschungseinrichtungen (u.a. Fraunhofer MEVIS) und kommerziellen Partnern.

Aktuelle Projekte

KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme (KI-SIGS)

  • Der intelligente Röntgenassistent – Automatische Vorhersage und Qualitätsbewertung von Röntgenbildern mittels 3D Kameras

  • Konventionelle Notfallradiologie – Automatisierte Auswertung von Röntgenbildern des Thorax

KI-MED 

  • KI-gestützte Analyse von Bilddaten und Befundtexten von Computertomographien des Thorax

  • Visualisierungsunterstützung bei urologischen, operativen Eingriffen

KI in der interventionellen Radiologie und vaskulären Bildgebung

  • NavEVAR – Strahlenfreie Navigation von vaskulärem Fremdmaterial

  • IQ-CM – KI gestützte Optimierung von Kontrastmittel-gestützter

  • Visualisierungsunterstützung in der diagnostischen und interventionellen Radiologie -> Antrag geplant

  • Aura KI – Augmented reality gestützte Visualisierungsunterstützung bei interventionellen Eingriffen

Qualitätsgesicherte Kohortendefinition für die KI Entwicklung

  • Definition einer qualitätsgesicherten Lymphomkohorte und Therapieerfolgsprediktion

  • Workshop zur HR- und CBCT Auswertung

  • Radiological Cooperative Network (RACOON)
    - RACOON-RECO [pdf]
    - BI-RACOON
    - RACOON-COMBINE

Kontakt

Forschungsgruppenleitung

Dr. med. Malte Maria Sieren

Oberarzt, Facharzt für Radiologie

Dr. med. Arpad Bischof

Facharzt für Radiologie

AG MR Bildgebung

Die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) ist eines der bildgebenden Verfahren mit der rasantesten Entwicklung in den letzten Jahrzehnten. Aus der medizinischen Diagnostik ist es schon seit Längerem nicht mehr wegzudenken. Die noch verhältnismäßig junge Methode bietet ein breites wissenschaftliches Anwendungsfeld, dass sich zwischen der Sequenzentwicklung über die Anwendung moderner MRT-Techniken bis hin zur klinischen Forschung und Anwendung in klinischen Studien ausspannt. Auch das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin ist mit ihren Kooperationen in vielen Bereichen der MRT-Forschung engagiert. Besondere Schwerpunkte stellen die kardiovaskuläre MRT mit der auch außerhalb des kardiovaskulären Systems eingesetzt 4D Fluss-Bildgebung, Bildgebung im HNO-Bereich und auch die Prozess-Optimierung in der MRT dar.

Kontakt

Prof. Dr. med. Alex Frydrychowicz

Stellv. Direktor, Facharzt für Diagnostische Radiologie
Tel.: 0451 500-17012Fax: 17014

AG CT Bildgebung

Durch die hohe Verfügbarkeit, das breite Einsatzspektrum und die exzellente diagnostische Genauigkeit ist die Computertomographie das wichtigste bildgebende Verfahren in der Patientenversorgung. Auch in der Forschung bietet die Computertomographie zahlreiche Möglichkeiten, die von der Reduktion der Strahlenexposition, über neue CT Techniken (z.B. Spektral-CT) bis hin zu innovativen Anwendungen (Herz-CT) reichen. Am wichtigsten sind aber Projekte mit dem Ziel in großen multizentrischen Studien die Evidenz für den Nutzen der Computertomographie zu generieren. Unser größtes Projekt zu diesem Thema ist aktuell die HANSE Studie, in der wir zusammen mit unseren Partnern aus Hannover (MHH) und Großhansdorf (Lungen Clinic) an einem Kollektiv von mehr als 5000 Hochrisikopatienten den Nutzen der Low-Dose Computertomographie zur Früherkennung des Lungenkarzinoms untersuchen. 

Kontakt

Dr. med. Katharina May

Oberärztin, Fachärztin für Radiologie
Tel.: 0451 500-17012

Priv.-Doz. Dr. med. Jonas Ströder, MHBA

Leitender Oberarzt, Facharzt für Radiologie