Transkatheter Aortenklappenimplantation - TAVI
Die TAVI ist ein vergleichsweise neues therapeutisches Verfahren zur Behandlung von älteren Patienten mit hochgradiger Aortenklappenstenose und erhöhtem perioperativen Risiko für einen konventionellen/chirurgischem Aortenklappenersatz.
Die TAVI wird am schlagenden Herzen ohne Eröffnung des Brustkorbs und Zuhilfenahme einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt.
Ablauf der Prozedur
Die TAVI wird gemeinsam im Team aus Kardiologen,Herzchirurgen und Anästhesisten durchgeführt.
Typischerweise wird der sogenannte transfemorale Zugangsweg durch die kaliberstarke Leistenschlagader gewählt. Hier wird nur eine leichte oder in den häufigsten Fällen gar keine Sedierung verwendet. Eine Lokalanästhesie in der Leiste ist hinreichend.
Sollte dies zum Beispiel aufgrund von Verengungen der Beckenschlagadern nicht möglich sein, kann ein alternativer Zugangsweg gewählt werden. Hier können der transaxilläre, transapikale und transaortale Zugangsweg genutzt werden. Bei den alternativen Zugangswegen ist eine Vollnarkose notwendig.
Postprozeduraler Verlauf und Entlassung
Patienten, die sich einer TAVI durch die Leiste unterziehen, verbleiben nach erfolgreichem Eingriff für 4–6 Stunden mit einem Druckverband in den Leisten auf einer Überwachungsstation. Bei fehlenden Gegenanzeigen erfolgt bereits direkt nach dieser Zeit die erste Mobilisierung.
Häufig ist noch am selben Tage unter telemetrischer Überwachung des Herzrhythmus die Verlegung auf die Normalstation möglich.
Die Entlassung nach Leistenzugang ist für den Morgen des zweiten postoperativen Tages vorgesehen.
In Absprache mit dem behandelnden Team und dem Sozialdienst kann zudem eine Anschlussheilbehandlung (Reha) geplant werden.


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