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Startseite > Diabetes > Virtuelle Diabetesambulanz - ViDiKi

Virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche

Die ViDiKi-Studie wurde 2017-2019 vom UKSH Lübeck durchgeführt und untersuchte die Umsetzbarkeit und die Effekte einer ergänzenden Beratung pro Monat per Videosprechstunde. Die ViDiKi-Studie ist abgeschlossen, ausgewertet, die Ergebnisse publiziert und beim Projektträger eingereicht. Wir warten jetzt auf eine Bewertung der Ergebnisse durch den Gemeinsamen Bundesausschuss und hoffen, dass die Videosprechstunde für Kinder mit Typ 1 Diabetes eine Regelleistung wird.

Studiendesign

Die vom Innovationsfonds geförderte Studie startete mit der Aufnahme von Studienteilnehmern im Juli 2017 und endete mit der Videosprechstunde im Dezember 2019. Alle Kinder nutzten beim Studieneintritt bereits ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM). Alle Therapiekombinationen waren erlaubt (Pens und Insulinpumpe in Kombination mit allen damals verfügbaren Sensoren).  In die ViDiKi-Studie wurden 240 Kinder und Jugendliche aus Schleswig-Holstein und Hamburg eingeschlossen. Sie wurden in zwei Gruppen je nach Postleitzahl/Wohnort eingeteilt. 120 Kinder bildeten die „Interventionsgruppe“ und erhielten vom Zeitpunkt des Studieneinschlusses an vom Lübecker Studienteam monatlich eine extra Beratung per Videosprechstunde, unabhängig von der Betreuung in der eigenen Diabetesambulanz. Die anderen 120 Kinder bildeten die „Wartekontrollgruppe“. Sie wurden durch das Studienteam des UKSH Kiel und Städtischem Krankenhaus Kiel betreut und startete mit der ergänzenden Videosprechstunde erst 6 Monate nach Einschluss in die Studie. Alle Kinder erhielten mindestens 12 Monate ergänzende Videosprechstunde. Alle Teilnehmer konnten auf Wunsch bis Dezember 2019 noch weiter Videosprechstunde erhalten. In dieser Phase wurde auch ein neues Betreuungskonzept „Diabetesberater*in und Ärzt*in als Tandem“ erprobt.

Ergebnisse

Fast alle Studienteilnehmer haben bis zum Ende der Versorgungszeit an der Studie teilgenommen. Die Zufriedenheit mit der Videosprechstunde war sehr hoch. Die Auswertung der Studie zeigte, dass die Videosprechstunde die Therapiezufriedenheit der Eltern signifikant erhöht und die Belastung der Mütter sehr deutlich vermindert. Die Stoffwechsellage der Kinder, gemessen am HbA1c-Wert, verbesserte sich im Laufe eines Jahres signifikant und klinisch relevant. Die medizinischen Hauptergebnisse der ViDiKi-Studie sowie die Auswertungen der Eltern-und Expert*innen-Interviews wurden 2020 publiziert: 

  1. Von Sengbusch S, Eisemann N, Müller-Godeffroy E, Lange K, Dördelmann J, Erdem A, Menrath I, Bokelmann J, Krasmann M, Kaczmarczyk P, Bertram B, Hiort O, Katalinic A, Frielitz F: Outcomes of monthly video consultations as an add-on to regular care for children with type 1 diabetes: a 6-month quasi-randomized clinical trial followed by an extension phase. Pediatric Diabetes. 2020. DOI: 10.1111/pedi.13133
  2. Von Sengbusch S, Dördelmann J, Lemke S, Lange K, Hiort O, Katalinic A, Frielitz F: Parental expectations before and after 12-month experience with video consultations combined with regular outpatient care for children with type 1 diabetes: A qualitative study. Diabetic Medicine. 2020 May 7. doi: 10.1055/a-1149-8814.
  3. Frielitz FS, Dordelmann J, Lemke S, Lange K, Hiort O, Katalinic A, Hiort O, von Sengbusch S. Assessing the benefits and challenges of video consultations for the treatment of children with type 1 diabetes - A qualitative study among diabetes professionals. Exp Clin Endocrinol Diabetes. 5.2020 doi: 10.1055/a-1149-8814.

Bei Rückfragen zur Studie sprechen Sie bitte Dr. Simone von Sengbusch an.

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Dr. med. Simone von Sengbusch
E-Mail: simone.vonsengbusch@uksh.de
Telefon: 0451 500-42935
Mobil: 0172 61 29 486

 

Gefördertes Projekt aus Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss, Förderkennzeichen 01NVF16023

Virtuelle Diabetesambulanz für Kinder und Jugendliche 2.0

Die Landesregierung Schleswig-Holstein förderte im Anschluss an die ViDiKi Studie eine einjährige Folgestudie, in die auch neu erkrankte Kinder mit Typ 1 Diabetes aufgenommen wurden. Die Studie endete im März 2021 und wird jetzt ausgewertet.