Studienzentrale

Eine klinische Studie dient in den meisten Fällen dazu, die Wirkung und / oder die Nebenwirkungen von Arzneimitteln, bestimmten Behandlungsformen oder medizinischen Interventionen am Patienten zu untersuchen. Dabei stellen klinische Studien in der Regel einen langen Entwicklungsprozess eines neuen Wirkstoffes bzw. deren Kombination dar. Voraussetzung für die Zulassung einer neuen Substanz für die Verwendung in klinischen Studien sind zahlreiche Testungen hinsichtlich ihrer Wirkung und insbesondere ihrer Sicherheit. Nur wenn eine neue Substanz ausreichend sicher ist und für ihren Einsatz bei einer spezifischen Tumorerkrankung eine gute Grundlage besteht, darf sie im Rahmen einer klinischen Studie angewendet werden.

Die Möglichkeit der Teilnahme an klinischen Studien an unserem Zentrum wird im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenzen für jede Patientin individuell überprüft. Ist eine Studienteilnahme möglich, so wird diese Option im Therapieplanungsgespräch ausführlich erörtert. Auch wenn wir Patientinnen ermutigen, an klinischen Studien teilzunehmen, ist die Teilnahme in jedem Fall freiwillig.

Kontakt
Mo. - Fr. 08:30 - 16:00 Uhr
Tel.: 0451 500-41930

Team der Studienzentrale

Leitung

Prof. Dr. med. Lars Hanker, MHBA

Stellv. Direktor, Gynäkologisches Krebszentrum, konservative Tumortherapie, Studienzentrale
Tel.: 0451 500-41700

PD Dr. med. Maggie Banys-Paluchowski

Leitende Oberärztin, Leitung Brustzentrum, Leitung Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs
Tel.: 0451 500-41700

Ärztliche Mitarbeiter

Dr. med. Nana Bündgen

Oberärztin, Leitung Brustzentrum

Dr. med. Christoph Hans-Georg Cirkel, MHBA

Oberarzt, Leitung Endometriosezentrum
Tel.: 0451 500-41700

Henriette Princk

Funktionsoberärztin, Leitung Systemische Tumortherapie / Chemoambulanz
Tel.: 0451 500-41943

Dr. med. Carlota Claussen

Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Ambulante Chemotherapie

Nichtärztliche Mitarbeiter

Martin Jürgens

Study Nurse

Manuela Nohr

Studienkoordinatorin
Tel.: 0451 500-41930

Studienportfolio des Brustzentrums

Brustkrebs ist keineswegs eine einheitliche Erkrankung. Vielmehr werden Patientinnen mit unterschiedlichen Brustkrebstypen und Stadien sehr unterschiedlich behandelt. Für jede dieser Untergruppen gibt es in Abhängigkeit vom Erkrankungsstadium verschiedene geeignete Studien.

Studienportfolio des Gynäkologischen Krebszentrums

AGO-OVAR 2.21

Prospective randomized Phase III trial of carboplatin/gemcitabine/bevacizumab vs. carboplatin/pegylated liposomal doxorubicin/bevacizumab in patients with platinum-sensitive recurrent ovarian cancer.

Im Rahmen dieser Studie wird der Einsatz von Bevacizumab (Avastin®) in Kombination von zwei verschiedenen Chemotherapieregimen bei Patientinnen mit einem Spätrezidiv eines Ovarialkarzinom überprüft. Die Patientinnen erhalten entweder Carboplatin, Paclitaxel und Bevacizumab (Avastin®) oder Carboplatin, Caelyx® und Bevacizumab (Avastin®).

AGO-OVAR 2.24

Die MILO‐Studie (MEK Inhibitor in Low‐grade Serous Ovarian Cancer): Eine multinationale, randomisierte, Open‐Label‐Phase III Studie zu MEK162 versus eine vom behandelnden Arzt gewählten Chemotherapie bei Patientinnen mit rezidivierenden oder persistierenden niedriggradigen serösen Ovarial‐ oder Tubenkarzinom oder primären Peritonealkarzinomen

AGO-TR1

Eine Untersuchung zur BRCA-Prävalenz bei Patientinnen mit primärem oder platinsensiblem rezidivierendem Ovarialkarzinom. Im Rahmen dieser Studie erfolgt eine Testung der Patientinnen auf eine Keimnbahn- und Tumormutation

OvaYond

Eine multizentrische, offene Beobachtungsstudie zur Behandlung des platinsensiblen Ovariakrzinomsrezidivs mit Yondelis® +PLD

ALIENOR

A randomized, open label, phase II trial of bevacizumab plus weekly paclitaxel followed by bevacizumab monotherapy maintenance versus weekly paclitaxel followed by observation in patients with relapsed ovarian sex-cord stromal tumours.

In dieser Studie wird der Einsatz von Bevacizumab (Avastin®) mit der Chemotherapie Paclitaxel bei den seltenen Keimstrang-Stroma Tumoren untersucht. Patientinnen erhalten entweder Paclitaxel und Bevacizumab oder Paclöiltaxel alleine.

AGO/NOGGO PazoDoble

Pazopanib vs. Pazopanib plus Gemcitabine in patients with relapsed or metastatic uterine Leiomyosarcomas or other uterine tumour: a multi-center, randomized phase-II clinical trial of the NOGGO and AGO.

Die seltenen Sarkome des Uterus werden in dieser Untersuchung mit der Chemotherapie Gemcitabine alleine oder in Kombination mit einer zielgerichteten Therapie, dem Pazopanib behandelt.