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Arbeitsgruppe Molekulare Gastroenterologie

Beschreibung

Leiterin: Stefanie Derer, Dr. rer. nat.

Die Arbeitsgruppe Molekulare Gastroenterologie erforscht die Pathogenese entzündungsgetriebener Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes und ermöglicht hierdurch, neuartige Therapiekonzepte für den Bereich Ernährungsmedizin abzuleiten.

Im Fokus unserer Forschung stehen nicht nur chronisch entzündliche Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, sondern auch die nicht-alkoholische Fettleberhepatitis (NASH) sowie cholestatische Lebererkrankungen wie z.B. die primäre sklerosierende Cholangitis (PSC). Diese Erkrankungen sind derzeit nicht heilbar und weisen als pathophysiologische Gemeinsamkeit eine Störung in der Interaktion von Darmepithelzellen, Immunzellen und der Darmbakterienflora auf, welche mit einem Funktionsverlust der sogenannten Darmbarriere verbunden ist.

Das Komplementsystem

Das Komplementsystem bildet die erste Verteidigungslinie gegenüber eindringenden Krankheitserregern im angeborenen Immunsystem. Die Aktivierung des Komplementsystems geht mit der Initiierung einer proteolytischen Kaskade einher, die in der Erkennung, Opsonisierung und Eliminierung von Pathogenen sowie apoptotischer oder maligne-entarteter Zellen mündet.

Die komplexe Interaktion zwischen Komplementsystem, Bakterien und körpereigenen Zellen im Kontext von chronischen Entzündungen und hieraus resultierenden Karzinomen im Darm und entlang der sogenannten Darm-Leber-Achse ist bisher unzureichend untersucht. Mit unserer Forschungsarbeit möchten wir deshalb den Beitrag des Komplementsystems zur Aufrechterhaltung der Darmbarriere untersuchen, um hieraus in translationalen Projekten neuartige Therapiestrategien basierend auf multifunktionalen Antikörpern aber auch definierten Nahrungsstoffen ableiten zu können. Die Forschung zum Komplementsystem und zur Darmbarriere wird derzeit durch die DFG unterstützt (DFG- DE 1874/1-2, IRTG 1911 TP A6; TP MD/PhD 1).

Pankreatische Autoantikörper

Pankreatische Autoantikörper, deren Vorkommen und diagnostische Relevanz wir bereits bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und primärer sklerosierender Cholangitis nachweisen konnten, sind hinsichtlich Ihrer Funktion für die Pathogenese dieser Erkrankungen weitgehend unerforscht. Die Untersuchungen zur funktionellen Relevanz dieser Antikörpergruppe stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer Forschung dar. Die Forschung zu pankreatischen Autoantikörpern wurde bislang von der Else-Kröner-Fresenius Stiftung unterstützt (EKFS-A202).

mitochondrialer Dysfunktion

Das Vorliegen von mitochondrialer Dysfunktion ist ein charakteristisches Merkmal bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und weist auf die funktionelle Relevanz metaboler Faktoren auf die intestinale Barrierefunktion hin. Die Erforschung des Einflusses von mitochondrialem Energiemetabolismus auf Entzündungsprozesse im Darm und der Leber bietet nicht nur einen idealen Ansatzpunkt für ernährungsmedizinische Interventionen, sondern verbindet die beiden universitären Forschungsschwerpunkte Infektion und Entzündung (ZIEL) sowie Gehirn, Hormone und Verhalten (CBBM), wodurch uns die Möglichkeit von vielseitigen interdisziplinären Kooperationen auf dem Campus eröffnet wird. Die Forschung zur mitochondrialen Dysfunktion wird derzeit durch die DFG unterstützt (DFG-SI 1518/3-1).

Publikationen

Publikationen aus der Arbeitsgruppe finden Sie unter PUBMED

Kontakt

Bild von Stefanie Derer
Dr. rer. nat. Stefanie Derer
Institut für Ernährungsmedizin
Arbeitsgruppenleiterin Molekulare Gastroenterologie
Telefon Lübeck: 0451-3101-8402