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Pflegekonzept LOGGiA

Pflegerisches Konzept zur Versorgung kognitiv eingeschränkter Patientinnen und Patienten

Lebenswelt, Orientierung, Geborgenheit – Gemeinsam für ältere Menschen im Akutkrankenhaus - LOGGiA

Das Konzept `Lebenswelt, Orientierung, Geborgenheit – Gemeinsam im Akutkrankenhaus – LOGGiA` richtet sich an Patient:innen mit kognitiven Einschränkungen im Sinne einer Demenz und/oder eines Delirs. Speziell geschulte und ausgebildete Pflegefachpersonen erheben entsprechende Assessments, persönliche Informationen der Betroffenen und bieten eine bestimmte Form der Aktivierung und Orientierung an. Die Pflegefachpersonen sind bestimmten Stationen zugeordnet und können auch zur kollegialen Beratung über eine Konsilfunktion auf andere Stationen gerufen werden.

Das Projekt LOGGiA ist erfolgreich beendet und in Regelversorgung überführt. Seit dem 1.01.2020 ist es ein etabliertes Pflegekonzept für kognitiv eingeschränkte Patienten am UKSH.

Bei Fragen zu dem Kontakt erteilt Auskunft:
Campus Kiel: 0152 22736559
Campus Lübeck: 0162 2925080

Unterstützungs-, Orientierungshilfen

Bunte Trinkbecher
Bei Einschränkungen des Sehens ist es hilfreich, Kontraste zu schaffen. Um Patientinnen und Patienten darin zu unterstützen, sind am UKSH bunte Trinkbecher angeschafft worden. Auch bunte Servietten können bestellt und eingesetzt werden.

Essbesteck mit verdicktem Handgriff
Manchmal ist es hilfreich, dass Patientinnen und Patienten Besteck angeboten bekommen, welches einen verdickten Handgriff hat. Dieses ist bei eingeschränkten motorischen Fähigkeiten u:u. eine Erleichterung. Besteck kann über die LOGGiA-Mitarbeiter:innen oder auch über Service-Stern-Nord bestellt werden.

„Demenz-Kost“
Bei kognitiven Einschränkungen ändert sich unter Umständen auch das Essverhalten bzw. der Appetit. Um Menschen in dieser Situation zu unterstützen, wird eine Reihe von Fingerfood-Gerichten angeboten. Auch Gerichte, die typisch sind und/oder leicht zu kauen und gut zu schlucken sind gehören dazu.

Spezielle Verwahrschalen für persönliche Hilfsmittel
Auf dem Weg in den OP oder zu großen Interventionen müssen Patient:innen oft ihre Zahnprothesen, Hörgeräte und die Brille abnehmen und am Bettplatz im Zimmer lassen. Dabei ist gerade in diesen Situationen eine gute Kommunikation und Wahrnehmung dessen, was passiert, besonders wichtig. Um Patientinnen und Patienten besser zu ermöglichen, zu verstehen, wenn Sie angesprochen werden, sollen gerade diese persönlichen Kommunikationshilfsmittel möglichst lange eingesetzt bleiben und erst z.B. bei Einleitung der Narkose abgenommen werden. Zur Verwahrung dieser auch wertvollen Gegenstände dienen Blisterschalen, die in vorgeformten Schalen diese Dinge sicher aufnehmen und darin zuverlässig weitergegeben werden können. Diese Blisterschalen sind über die Beschaffung in allen Bereichen zu bekommen.

Musik
Gerade bei unruhigen oder ängstlichen Patientinnen und Patienten haben wir die Erfahrung gemacht, dass Musik positiv wirken kann. Es wird beobachtet, dass durch Musik eine Beruhigung oder auch positive Aktivität z.B. in Form von Mitsingen bewirkt wird. Dafür haben die LOGGiA-Mitarbeiter:innen Smartphones und können darüber Streamingdienste ansteuern. Die Musikauswahl richtet sich nach den Vorlieben der Patientinnen und Patienten.

Schulungsvideos

Videos folgen