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Erweitertes Angebot der Allergologie des UKSH, Campus Kiel

Freitag, 16. April 2021

Allergologische Erkrankungen werden mit hoher Expertise am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) versorgt. Der Schwerpunktbereich der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie (Direktor: Prof. Dr. Thomas Schwarz) des UKSH, Campus Kiel, hat neue Räumlichkeiten bezogen und bietet Patientinnen und Patienten ein umfassendes Diagnose- und Therapieangebot.

Ein Fokus der erweiterten Ambulanz liegt auf spezifischen Immuntherapien, früher Hyposensibilisierungen genannt, mit der die Überreaktion des Immunsystems bei Allergien behandelt wird. „Wir ermöglichen in vielen Fällen auch Risikopatientinnen und -patienten mit Begleiterkrankungen oder Menschen, die eine bereits begonnene Behandlung wegen unerwünschter Nebenwirkungen abbrechen mussten, eine spezifische Immuntherapie“, sagt Prof. Dr. Guido Heine, Leiter des Bereichs Allergologie. Davon profitieren können beispielsweise Menschen mit Bienen- oder Wespengiftallergie sowie mit Frühblüher-, Gräserpollen- oder Hausstaubmilbenallergie.

Wer eine akute systemische Immunreaktion (Anaphylaxie) erlitten hat, kann die möglichen Auslöser dieser potentiell lebensbedrohlichen Reaktion von den Expertinnen und Experten abklären lassen. In manchen Fällen liegt eine systemische Mastozytose zugrunde, bei der sich Botenstoff ausschüttende Zellen des Immunsystems übermäßig vermehren. Ein neuer Bluttest ermöglicht am UKSH den Nachweis dieser Erkrankung, für den bislang nur eine Knochenmarksuntersuchung zur Verfügung stand.

„Wir können häufig weiterhelfen, wenn herkömmliche diagnostische Methoden nicht ausreichen“, sagt Prof. Heine. So sind für Betroffene von Kontaktallergien auch Untersuchungen von patienteneigenen Materialien möglich, was über den Standard hinausgeht. Zur Diagnostik von unklaren oder sehr seltenen Allergien kann ein experimenteller Labortest (Basophilenaktivierungstest) herangezogen werden, der nur in wenigen spezialisierten Laboren verfügbar ist.

Der Schwerpunktbereich Allergologie bietet modernste Therapiemöglichkeiten, etwa im Rahmen von klinischen Studien für an Nesselsucht (Urtikaria) Erkrankte oder zur Behandlung des seltenen Hereditären Angioödems, das mit Schwellungen der Haut und anderer Organe verbunden ist. Die stationäre Diagnostik und Therapie von Patientinnen und Patienten mit schweren oder unklaren Erkrankungen gehört ebenso zum Angebot.

Eine Berufsdermatologische Spezialsprechstunde steht darüber hinaus Menschen zur Verfügung, deren Hauterkrankungen durch berufliche Tätigkeiten ausgelöst oder verstärkt werden. Prof. Heine hält am Montag, 26. April, 18 bis 19 Uhr, zu diesem Thema einen Vortrag im Rahmen der Online-Veranstaltungen des UKSH Gesundheitsforums. Dabei stellt er mögliche Symptome und ihre Behandlung vor. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Mehr Informationen unter www.uksh.de/gesundheitsforum

Für Rückfragen von Journalisten steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Prof. Dr. Guido Heine,
Tel.: 0431 500-68885, guido.heine@uksh.de 

Heine, Guido

Prof. Dr. Guido Heine, Leiter des Bereichs Allergologie der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des UKSH, Campus Kiel

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