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Landtagsabgeordneter von der Heide besucht Kinderonkologie am Campus Kiel: Einblicke in Forschung und Krankenversorgung

Freitag, 26. Juni 2020

Über die Arbeit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I des UKSH am Campus Kiel im Bereich Kinderonkologie informierte sich am heutigen Freitag, 26. Juni 2020, der Landtagsabgeordnete Tobias von der Heide (CDU). „Der Kampf gegen den Krebs ist eine der wichtigsten medizinisches Herausforderungen unserer Zeit“, sagte Tobias von der Heide. „Bösartige Neubildungen von Zellen und Gewebe sind bei uns die zweithäufigste Todesursache. Gerade das UKSH leistet bei uns in Schleswig-Holstein für die effiziente Früherkennung, schonende Behandlungsstrategien und – im besten Fall – die Heilung einen unermesslichen Beitrag. Das gilt umso mehr für die Kinderonkologie. Mir ist sehr wichtig, diese Arbeit auch vor Ort kennenzulernen und zu verstehen, was Politik tun kann, um diese Arbeit zu unterstützen.“

Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Schrappe, sein Stellvertreter Prof. Dr. Gunnar Cario und Oberarzt PD Dr. Denis Schewe begleiteten Tobias von der Heide durch die verschiedenen Abteilungen der Kinderonkologie, die im vergangenen Jahr von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Kinderonkologisches Zentrum zertifiziert worden ist. „Das Kinderonkologische Zentrum hat sich zum Ziel gesetzt, eine hochmoderne Kinder- und Jugendmedizin zum Wohl ihrer Patienten in einer von Respekt und Mitmenschlichkeit geprägten Umgebung individuell zum Einsatz zu bringen“, sagt Prof. Schrappe.

Jährlich werden rund 50 bis 60 Kinder- und Jugendliche mit neu diagnostizierten onkologischen oder hämatologischen Erkrankungen zur Behandlung an der Klinik aufgenommen. „Die Betreuung reicht von der Diagnosestellung über die Intensivtherapie bis zur Nachsorge viele Jahre nach Therapieende“, erläutert Prof. Cario, Bereichsleiter der Kinderonkologie. Das Behandlungsspektrum umfasst neben allen Arten der konventionellen Therapie auch die autologe und allogene Stammzell-/Knochenmarkstransplantation sowie Immuntherapie, einschließlich der Therapie mit genetisch veränderten T-Lymphozyten (sog. CAR-T-Zelltherapie).

Neben der Krankenversorgung im Neubau des UKSH besuchte Tobias von der Heide bei seinem Rundgang auch den Forschungsbereich im neu errichteten Quincke-Forschungszentrum der Christian-Albrechts-Universität auf dem UKSH-Campus. Die Kinderklinik ist international anerkanntes Diagnostik- und Therapie-Referenzzentrum für die Akute Lymphatische Leukämie (ALL) im Kindes- und Jugendalter und führt eine der europaweit größten ALL-Behandlungsstudien durch. Die Studie ist ein Beispiel für die enge Verzahnung von Therapie und Forschung in der Klinik: So betreibt die Klinik eine große Biodatenbank für die ALL und verfügt über einen großen translationalen Forschungsbereich. „Ziel unserer Bemühungen ist eine stetige Verbesserung der Therapieverfahren, indem wir die Therapie zielgerichteter machen und neue Erkenntnisse schnell in die Krankenversorgung bringen“, sagte PD Dr. Schewe, der die AG Translationale ALL-Forschung leitet.

Ebenfalls auf dem Programm stand ein Blick auf das innovative Projekt „KULT-SH“. „Kinder und Jugendliche mit einer Krebserkrankung legen häufig weite Wege für Klinikbesuche zurück. Durch die Behandlung ist ihr Immunsystem stark geschwächt und sie müssen oft und regelmäßig von spezialisierten Ärztinnen und Ärzten untersucht werden“, erläutert Projektleiter PD Dr. Schewe. „Um ihnen und ihren Familien den Alltag zu erleichtern, haben wir mit unseren Partnern eine telemedizinische Anwendung entwickelt, womit die Patientinnen und Patienten Routinetermine von Zuhause aus wahrnehmen können.“  

Nach seinem Rundgang sagte Tobias von der Heide: „Das UKSH hat für uns in der Landespolitik einen besonderen Stellenwert. Das haben wir in dieser Legislaturperiode bereits unter Beweis gestellt. Mit dem ‚Zukunftspakt UKSH‘ hat das UKSH langfristige Sicherheit bekommen. Wir sind die Schuldenproblematik angegangen und haben weitere Investitionen möglich gemacht. Insgesamt hat das Land über eine Milliarde Euro für die Zukunftsfähigkeit des UKSH in die Hand genommen. Dass das Geld an der richtigen Stelle investiert ist, hat sich gerade noch einmal in der Corona-Krise gezeigt. Das UKSH ist bestens vorbereitet, Corona-Patienten zu versorgen und unterstützt gleichzeitig in einem internationalen Netzwerk die Erforschung des neuartigen Virus. Schleswig-Holstein kann stolz auf das UKSH sein.“

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I, PD Dr. Denis Schewe
Tel.: 0431 500-20140, E-Mail: denis.schewe@uksh.de 

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Klinikdirektor Prof. Dr. Martin Schrappe (l.), sein Stellvertreter Prof. Dr. Gunnar Cario (2.v.l.) und Oberarzt PD Dr. Denis Schewe (r.) begleiteten Tobias von der Heide durch die verschiedenen Abteilungen der Kinderonkologie.

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