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Geburten-Boom am UKSH – höchste Geburtenrate seit 30 Jahren

04.02.2019

Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind im vergangenen Jahr 3.591 Kinder zur Welt gekommen. Damit verzeichnen die universitären Geburtskliniken in Kiel und Lübeck die meisten Geburten seit 30 Jahren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurden am UKSH fast 400 Kinder mehr geboren – und das, obwohl die Geburtenrate in Schleswig-Holstein leicht rückgängig war.

Geburten am Campus Lübeck

Einen wahren Boom erlebte die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Campus Lübeck. Hier kamen bei 1.851 Geburten 1.929 Kinder zur Welt – ein Anstieg der Geburtenrate um mehr als 17,5 Prozent. (2017 waren es bei 1.575 Geburten 1.647 Neugeborene.) Damit ist die Klinik erneut Spitzenreiter in der Hansestadt. „Unser Umzug in das neue, hochmodere Eltern-Kind-Zentrum, die angenehme, individuelle Betreuung durch unsere Mitarbeiter in Verbindung mit der hohen Sicherheit, die wir als universitäres Geburtszentrum bieten können – dies alles sind Gründe, warum sich immer mehr Familien für eine Geburt bei uns entscheiden“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Achim Rody. „Wir freuen uns sehr, dass wir 76 Zwillings- und einer Drillingsgeburt im vergangenen Jahr die meisten Mehrlingsgeburten der vergangenen 30 Jahre betreuen durften“, sagt Dr. Verena Bossung, Oberärztin und Leiterin der Geburtshilfe in Lübeck.

Ein Grund für die hohe Zahl der Mehrlingsgeburten im Klinikum ist unter anderem, dass das UKSH als einziger Maximalversorger des Landes ein Höchstmaß an Sicherheit vor, während und nach der Geburt bieten kann. Als Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level 1) steht der Klinik rund um die Uhr ein erfahrenes interdisziplinäres Team zur Verfügung. Dabei stellt die Klinik die Bedürfnisse der Familie in den Vordergrund ihrer Bemühungen und sorgt gleichzeitig für ein individuelles Geburtserlebnis. Den Umzug ins Eltern-Kind-Zentrum im Juni 2017 nahm die Frauenklinik zum Anlass, die Geburtshilfe weiter zu optimieren. Die Geburtshilfe-Abteilung ist mit vier modernen Kreißsälen mit zwei angeschlossenen Gebärwannen, Wehenzimmern sowie einem eigenen Sectio-OP mit Erstversorgungsraum ausgestattet.

„Vor der Geburt erhalten Eltern eine intensive Beratung über den geeigneten Weg für die Entbindung, sowohl von einer Hebamme, als auch von einem Arzt“, betont Johanna Baran, leitende Hebamme des Kreißsaals am Campus Lübeck. Sollten Maßnahmen zur Geburtserleichterung notwendig sein, wird dabei auf möglichst schonende Methoden geachtet. Das Spektrum reicht von einem warmen Entspannungsbad über Akupunktur, Homöopathie, die freie Wahl der jeweilig für eine im Geburtsverlauf passende Geburtsposition bis hin zu klassischen Schmerzmedikamenten und der Periduralanästhesie (Walking-PDA). Direkt vor dem Gebäude stehen drei Storchenparkplätze zur Verfügung, um in dringenden Fällen einen kurzen und direkten Weg in den Kreißsaal zu gewährleisten.

Eine weitere Bereicherung ist auch der neue Studiengang „Hebammenwissenschaft“, der seit 2017 an der Universität zu Lübeck angeboten wird. „Unser Konzept ist bundesweit einmalig: Studierende Hebammen und Mediziner Schulter an Schulter im Hörsaal und im Kreißsaal“, freut sich die Studiengangsleitung Prof. Dr. Christiane Schwarz. „Durch die Etablierung des ersten universitären Hebammenstudiengangs am Campus Lübeck, sind wir an beiden Standorten (Kiel und Lübeck), in der Lage durch den kontinuierlichen Einsatz von Studierenden im Kreißsaal fast allen Schwangeren eine 1:1-Betreuung zu ermöglichen“, ergänzt Prof. Rody.

Weitere Infos: www.uksh.de/frauenklinik-luebeck/Geburtshilfe/Auf+einen+Blick.html

Geburten am Campus Kiel

In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Campus Kiel kamen bei 1.597 Geburten 1.662 Kinder zur Welt, davon 59 Mal Zwillinge und dreimal Drillinge. Damit stieg die Geburtenzahl in der Klinik um 97 (2017: 1.500), ein Anstieg von rund 6,5 Prozent. „Wir freuen uns sehr über den Zuspruch der werdenden Eltern, ihre Kinder bei uns im UKSH auf die Welt zu bringen und bedanken uns für das Vertrauen. Unsere Mitarbeiter setzten ihr gesamtes Können ein, jede Geburt individuell, vertrauensvoll und sicher zu begleiten“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Nicolai Maass.

Dafür hat die Klinik in den vergangenen Jahren einige Veränderungen vorgenommen: So konnte die Rate der Kaiserschnitte gesenkt und der Anteil natürlicher Geburten gesteigert werden. Zudem verfügt das Team über große Erfahrung mit Geburten aus Steißlage. „Uns ist sehr daran gelegen, den werdenden Müttern eine Geburt auf natürlichem Wege zu ermöglichen – allerdings immer unter der Berücksichtigung des Selbstbestimmungsrechtes der Frau und mit Blick auf die Sicherheit von Mutter und Kind“, sagt Dr. Farrokh, Leiter der Geburtsabteilung. So werden Schwangere die meiste Zeit unter der Geburt von Hebammen betreut. Sollte Mutter und/oder Kind jedoch ärztliche Hilfe benötigen oder unvorhersehbare Besonderheiten eintreten, so sind ständig – rund um die Uhr, feiertags und auch an Wochenenden – erfahrene Oberärzte der Geburtshilfe und der Kinderheilkunde (Neonatologen) direkt vor Ort und können ohne Zeitverlust ihre Hilfe anbieten.

„Der Zuspruch zeigt auch, dass sich die werdenden Eltern in unserem Interimsklinikum, in dem wir aufgrund der Neubauten am UKSH derzeit untergebracht sind, sehr wohl fühlen, denn hier verfügen wir bereits jetzt über sehr gute bauliche Voraussetzungen für eine moderne, familienorientierte und sichere Geburtshilfe. Umso mehr freuen wir uns darauf, im August dieses Jahres in das hochmoderne Eltern-Kind-Zentrum des jetzt entstehenden Klinikums der Zukunft einziehen zu können, das dann noch besser auf die Bedürfnisse der Familien eingerichtet ist“, sagt Jessica Mustin, Leitende Hebamme. Dazu zählen kurze Wege von den extra für werdende Eltern eingerichteten Storchenparkplätzen bis zum Kreißsaal, helle Einzel-, Zweibett- oder Familienzimmer mit eigener Dusche und WC und der Blick über die Kieler Förde.

Weitere Infos: www.uksh.de/frauenklinik-kiel/Bereiche+und+Einrichtungen/Geburtshilfe.html

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Bild von Achim Rody
Prof. Dr. Achim Rody
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie)
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-41700

 

Bild von Nicolai Maass
Prof. Dr. Nicolai Maass
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Direktor
Fax Kiel: 0431 500-21404

 

 
Bilder zum Thema:
Bild 1
Die Zwillinge David und Viktoria erblickten im Februar 2018 im neuen Eltern-Kind-Zentrum am Campus Lübeck das Licht der Welt.
Bild in Originalgröße hier
Bild 2
Prof. Dr. Achim Rody leitet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Campus Lübeck
Bild in Originalgröße hier
Bild 3
Prof. Dr. Nicolai Maass leitet die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Campus Kiel.
Bild in Originalgröße hier

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708