Hypertherme Intrathorakale Chemotherapie (HITOC)

Seit einige Jahren kommt in der Thoraxchirurgie in speziellen Fällen nach Entfernung von Tumorherden am Lungenfell und Brustfell (Pleurakarzinose) die HITOC zum Einsatz. Daher kann diese Therapie nur in wenigen Zentren in Deutschland angeboten werden.

Die Indikation zur HITOC wird immer interdisziplinär im Rahmen einer Tumorkonferenz gemeinsam mit den Spezialisten der Pulmologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie gestellt.

Nach jetzigem Stand der Wissenschaft ist eine HITOC ist bislang nur bei malignem Pleuramesotheliom und pleurale Absiedlungen von Thymomen indiziert, da der Tumor hier in der Regel auf den Pleuraraum begrenzt ist.

Dabei werden nach Entfernung des Tumor mehrere Drainageschläuche in die Brusthöhle eingebracht und nach Verschluss der Op-Wunde erfolgt eine Spülung des OP Gebieten zwischen 60-90 Minuten mit einer erwärmten Chemotherapie (40-42°C). Da die Chemotherapie direkt dort wirken kann, wo der Tumor lag, ergibt sich eine hohe Gewebekonzentration und gute Wirksamkeit der Chemotherapie.